Martinete

Zu den ältesten und reinsten Flamenco-Stilen gehört dieser archaische Gesang, der in seiner Urform ohne jede Begleitung ausgeführt wird. Die Wieges dieses mächtigen Cante liegt in den Schmiedewerkstätten von Triana (Sevilla). Heute übernimmt man oft improvisierte Hammerschläge. Endloses Leid und menschliche Tragik, in schleppenden Versen gesungen, sind der Inhalt der Martinete. Traditionsgemäß wird sie in den Morgenstunden am Ende einer juerga nach der Siguiriya vorgetragen. Für die getanzte Form, die erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts existiert, kommt nur die völlig spontane Improvisation als Ausdrucksmittel in Frage und soll nur von der dramatischen Kraft des Gesanges geleitet werden.



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